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Grammatikerklärung - Das Wort 'es'

Wann ist "es" obligatorisch und wann nicht?

1. Obligatorisches "es" (muss im Satz bleiben)

In vielen Fällen ist "es" das feste Subjekt oder Objekt des Satzes. Wenn man den Satz umstellt, rutscht das "es" auf Position 3, aber es darf nicht weggelassen werden. Hier ist eine übersichtliche Liste der wichtigsten Bedeutungsgruppen:

A. Existenz, Befinden und Identität

B. Feste Verbindungen mit Präpositionen

C. Wetter und Naturphänomene (Wetterverben)

Bei diesen Verben ist „es“ das feste Subjekt, da niemand konkret diese Handlung ausführt.

D. Geräusche und Wahrnehmung

E. „Es“ als festes Akkusativobjekt in Redewendungen

In diesen Fällen ist das „es“ kein Subjekt, sondern ein festes Objekt, das nicht durch ein anderes Nomen ersetzt werden kann.

2. Nicht obligatorisches "es"

A. Als reiner Platzhalter im Vorfeld (Position 1)

Manchmal steht "es" nur auf Position 1, weil das eigentliche Subjekt weiter hinten im Satz steht und die Position 1 nicht leer bleiben darf. Wenn ein anderes Wort auf Position 1 rückt, fällt "es" komplett weg.

  • Bei bestimmten Verben:
    Beispiel: Es spielen viele Kinder auf der Straße.
    Umstellung: Auf der Straße spielen viele Kinder. (Das "es" verschwindet!)
  • Beim Passiv:
    Beispiel: Es wird heute viel getanzt.
    Umstellung: Heute wird viel getanzt. (Das "es" verschwindet!)

B. Als Repräsentant für einen Nebensatz oder Infinitivsatz

In diesen Fällen steht "es" im Hauptsatz für einen Satz, der noch folgt. Wenn der Nebensatz oder Infinitivsatz an den Anfang (Position 1) rückt, fällt "es" weg.

  • Für einen dass-Satz:
    Beispiel: Es geht aus Umfragen hervor, dass die Mehrheit nicht sportlich ist.
    Umstellung: Dass die Mehrheit nicht sportlich ist, geht aus Umfragen hervor.
  • Für einen indirekten Fragesatz:
    Beispiel: Es ist fraglich, ob Menschen durch einen Berufswechsel zufriedener werden.
    Umstellung: Ob Menschen durch einen Berufswechsel zufriedener werden, ist fraglich.
  • Für einen Infinitivsatz:
    Beispiel: Es ist nicht zu empfehlen, gleich zu kündigen.
    Umstellung: Gleich zu kündigen, ist nicht zu empfehlen.

3. Sonderfall: Befinden (Mir ist kalt / Mir geht es gut)

Bei Ausdrücken des körperlichen Befindens mit Dativ (kalt sein, warm sein, schlecht sein) fällt das "es" meistens weg, wenn der Dativ auf Position 1 steht:

Bei "Wie geht es dir?" bleibt das "es" jedoch obligatorisch (siehe Punkt 1A):

 

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